Hautreinigung

Gleich nach dem Stillen des Durstes erscheint das menschliche Bedürfnis nach Reinigung als elementar. In den Gegenden ohne allgemeinen Zugriff auf Wasser aus Leitungsnetzen sind die Menschen bei Sonnenschein vor allem mit dem Abstauben und Waschen ihrer Habseligkeiten und Körper beschäftigt. Die eigens für den Transport sowie für die Aufbewahrung des Wassers bestimmten Gefäße sind dort kostbar verziert oder zumindest aus speziellen Materialien angefertigt - siehe zum Beispiel die tonnenschweren Familienvasen in Kambodscha, in denen sich während der Regenzeit ein Waschwasservorrat für viele Wochen versammelt, oder auch die vergleichsweise kompakten Kalebassen und Kamelhautschläuche der nomadisierenden Wüstenstämme - allerdings werden die mittlerweile durch ausgediente Palmölkanister (malayischer Herkunft) ersetzt. Die Reinigung des Körpers und des Gesichtes gehört aber auch in weit weniger staubigen Landstrichen zur Kultur - der mythische Jungbrunnen zeigt ja weniger von einem Wunderwerk als diesen verblüffenden Effekt einer vom Wasser nicht bloß erfrischten, sondern durch Abwaschen rosig gewordenen, entsprechend verjüngt erscheinenden Haut.

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Gemäß dem altgriechischen Stamm des Wortes Kosmetik, wo dieser Begriff jeglichen Schmuck des Körpers bis hin zu den Juwelen der Haarbänder beschreiben sollte, wird noch immer der größte Wert auf Dekoratives wie Düfte und Farben gelegt, die Reinigungsprodukte aber spielen eine untergeordnete, vermutlich schambehaftete Rolle. Hinzu kommen die Aussagen der Schönheitsidole, in denen stets vor allem Wasser genannt wird. Ganz so, als ob es von einer Überlegenheit der Hautschönheit zeugte, daß diese lediglich Wasser benötigte, um derart jugendlich zu strahlen (wie ein erlesenes Schoßtier.)

Im Verständnis der Funktionen und einem Bedürfnis der Haut sind die Forschenden nun tiefer gedrungen und die Wichtigkeit der Hautreinigung ist offenbart. Was die genetische Disposition der Hauttypen angeht, so unterscheidet man heute lediglich zwischen einer leicht trockenen, beziehungsweise einer zur Fettigkeit neigenden Haut. Beide sollten sie morgens und vor dem Zubettgehen gereinigt werden, bevor sie mit den entsprechenden Pflegeprodukten zur Regeneration versorgt werden. Diese alltägliche Gesichtsreinigung sollte bitte nicht mit irgendwelchen Seifenstücken vorgenommen werden, sondern mit eigens hierfür formulierten Reinigungsmitteln. Nichts gegen Seifen - allerdings schäumen sie stark, was darauf hinweist, daß sie ein Zuviel an Waschtensiden enthalten, die empfindliche, weil ohnehin belastete Gesichtshaut zu heftig angreifen, sprich: austrocknen werden. Die Gesichtshaut wird aber den Tag über unbedeckt den Umwelteinflüssen ausgesetzt - Smog, Staub und Makeup, Rückstände von Pflegeprodukten, Schweiß, sowie die Überschüsse der körpereigenen Lymphe- und Talgproduktion harren ihrer Entfernung. Das dementsprechende Reinigungsritual beginnt somit morgens wie abends mit einer Waschflüssigkeit. Für die trockene Haut eignet sich eine Reinigungsmilch, die eine sanft rückfettende Komponente enthalten wird. Die zur Fettigkeit neigende Haut wird mit einem Waschgel gesäubert (diese werden insbesondere ihres griffigen Effektes wegen von Männern geschätzt.)

Träger von Augenschminke benötigen entweder eine ausgesprochen sensibel formulierte Reinigungsmilch aus einer Naturkosmetikserie - etwa das entsprechende Produkt von Susanne Kaufmann - besser: eine eigens formulierte Augenschminkereinigung. Das verbreitete Abnehmen der Augenschminke durch Drogeriemarktcremes ist nicht zu empfehlen (auch wenn dies angeblich "beim Film", im Zirkus und an Theatern oder unter Funkenmariechen gang und gäbe sein soll) - die vermeintlich preiswerten Cremes auf Mineralölbasis bringen einen nicht bloß spürbaren Schleier auf die Sicht; aus klinischer Erfahrung ist bewiesen, daß durch solche Abschminkpraxis über Jahre tatsächlich die Sehkraft der Probandinnen abzunehmen beginnt.

Im Nachgang einer Gesichtsreinigung mit einer dem Hauttyp entsprechenden Reinigungsflüssigkeit sollte das Gesicht mit einem Gesichtswasser nachgereinigt werden. Dieser Vorgang wird gemäß des ersten Schrittes entweder mit einem pflegenden, also leicht rückfettenden, oder aber im Falle leicht fettiger Haut: bloß reinigenden Tonics durchgeführt.

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Das Gesichtswasser oder Tonic entfernt die Kalkrückstände des Leitungswassers aus den Poren der Gesichtshaut. Zum einen verstopfen die Kalkpartikel dort die Poren und erschweren die Hautatmung. Vor allem aber dringen dieWirkstoffe der hernach aufzutragenden Pflegeprodukte nun reibungslos bis in die tiefen Schichten des Oberflächengewebes der Haut. Zusätzlich zu diesem alltäglichen Reinigungsritual vor dem Waschtisch empfiehlt sich an jedem Sonntag eine abendliche halbe Stunde mit Maske und Peeling: Zunächst die Gesichtshaut wie gewohnt reinigen, dann mit einem Enzympeeling von abgestorbenen Hautschüppchen und letzten Ablagerungen befreien. Hierauf eine Maske auflegen und zwischen zwanzig und 45 Minuten einwirken lassen. Der tatsächlich an ein dem Jungbrunnen Entsteigen erinnernde Effekt wird mindestens bis zur Wochenmitte anhalten - und erinnert zumindest im Winter, wenn die Sonne sich rar macht, an die Rückkunft von einem Gang in die klare, staubfreie Luft der Bergeshöhen.




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