Räuchern – einen Raum mit Dunst und Duft erfüllen

Räucherstäbchen bei MDC Cosmetic BerlinTeil 1 der vierteiligen Reihe Raumduft

Rauch scheint nicht wirklich Teil der stofflichen Welt zu sein.
Weder flüssig noch fest, durchdringt er verschlossene Türen und Sinne. Wie einer Wolke oder einem Staubkorn kann man seiner schlecht habhaft werden. Man schaut ihm gerne zu, wie er sich in Schlieren und Kringeln seinen Weg bahnt, sich von einem Luftzug abgelenken lässt, um sich nach links oder rechts zu verdrehn. Kerzen, Räucherwerk und wohlriechende Essenzen können einen Raum verwandeln, weiten, die Gedanken in eine Ferne schweifen lassen, auch wenn man ganz bei sich ist. Vielleicht liegt die betörende Wirkung des Räucherns gerade darin, uns die Sinne zu verdrehen und durch den Nebel klarer zu sehn.

Astier de Villatte bei MDC Cosmetic Berlin Die Beduftung von Räumen ist seit Jahrtausenden Bestandteil religiöser Rituale, therapeutischer Verfahren und Formen spiritueller Säuberung. Die Anwendung von Essenzen aromatischer Hölzer, Pflanzen und Harze erreichte in Indien und in den Hochkulturen Arabiens früh einen hohen Stand und drang von hier bis nach Japan. Dort wurden die importierten Extrakte während Teezeremonien und rituellen Ratespielen verwendet. Aus Japan ist uns sogar die Erfindung einer Geruchsuhr (Koban-Dokei) überliefert, die vor allem in den Tempeln Verwendung fand: In rhythmischen Abständen verströmten die Düfte aus glühendem Räucherwerk in die geweihten Räume und vermochten den Riechenden so die Zeit verkünden. 

ASTIER DE VILLATTE - Paris

Die Räucherstäbchen von Astier de Villatte werden auf der japanischen Insel Awaji hergestellt, dem kosmologischen Zentrum Japans in der Lehre des Shinto. Sie besitzen keinen Holzkern, dadurch wird ihr Duft nicht durch den Rauch des mitverschwelenden Holzes verunreinigt. Jeder Duft ist nach einer Stadt benannt und wenn man genau hinriecht, nimmt uns das rauchige Repertoire von Astier de Villatte auf eine kleine Weltreise: 

'Yakushima' ist dem holzigen Geruch der gleichnamigen japanischen Insel mit ihrer dichten Vegetation nachempfunden – 'Namche Bazar' duftet nach schwarzem Tee und Tabak mit einer Prise aus Patchouli, Musk, Verveine und Lavendel gemischt – Im Rauch von 'Oulan Bator' liegt Leder in der Luft, das sich mit Tabak, Weihrauch, Amber und Angelikawurzel vermengt – 'Opéra' beschwört den Holzboden eines prächtigen Opernsaal herauf, Bienenwachs und Honig sind hier gepaart mit einem Hauch Sandelholz und Benzoin. In 'Delhi' begegnen uns Betel, Moschus, Myrrhe, warme Vanillenoten und frischer Eukalyptus. 'Stockholm' basiert auf dem berühmten schwedischen Elixir des "Kräutergarten Maria", der betörend nach Wildpflanzen, Aloe, Nelken, Lavendel und Myrrhe riecht.

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Incense Sticks MDC Cosmetic Berlin