Die Kuboiden des Herrn Schatz

Was macht ein geometrisches Modell in einem Fachgeschäft für Kosmetik, könnte man sich fragen. Paul Schatz' Kuboide und Oloide sind nicht nur eine ästhetische Augenweide, Handschmeichler und mathematische Schauspiele – sie veranschaulichen ein einzigartiges Verfahren, das in der Herstellung hochwertiger, natürlicher Kosmetika bis heute zur Anwendung kommt.

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1929 entdeckte der Erfinder, Techniker und Bildhauer Paul Schatz (1898 Konstanz; 1979 Arlesheim/Schweiz) das Prinzip der Umstülpbarkeit geometrischer Körper und damit auch eine neue Bewegungsart, die der rhythmisch-pulsierenden Inversion. Von der Anthroposophie Rudolf Steiners inspiriert, entwarf Schatz verschiedene Geräte und Mischverfahren, die bis heute in Homöopathie, Pharmazie und der chemischen Industrie eingesetzt werden.

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Das Geheimnis seiner Rührgeräte besteht darin, dass sie zentrifugale und zentripetale Kräfte miteinander verbinden: Flüssigkeiten wie Wasser, medizinische Pulver oder metallische Substanzen können so auf eine besonders schonende und effektive Weise durchmischt werden.

In den 50er Jahre bereits setzte sich Schatz mit Fragen des Umweltschutzes auseinander und entwickelte erste Wasserverwirbeler zur Sanierung und Reinigung von Gewässern. 1960 gelang ihm mit dem Schüttelmischer "Turbula" der Durchbruch. Die auf der taumelnden Bewegung des Oloiden basierende Maschine wird bis heute in alle Welt verkauft und begründete einen natur- und menschenwürdigen Maschinenbau. Die Objekte der Paul Schatz Stiftung werden von MDC Cosmetic exklusiv in Berlin vertrieben.

Der Oloid

In einer sternklaren Novembernacht im Jahre 1929 kam Paul Schatz erstmals die Idee seines umstülpbaren Würfels. Sie drehte und wendete sich und aus der Bewegung seines Kuboiden wurde das Oloid geboren. Das Oloid ist ein aus zwei Kreisen zusammengesetzter geometrischer Körper mit zwei Kanten und ohne Ecken. Auf eine leicht geneigte Ebene platziert, beginnt es seinen Tanz: Es taumelt und torkelt, wobei seine gesamte Oberfläche zum Einsatz kommt.

Paul Schatz

Auf Basis des Oloiden entwickelte der Erfinder, Künstler und Maschinenbauer Paul Schatz eine Reihe von Mischmaschinen und Verwirbelern, die bis heute in pharmazeutischer und kosmetischer Industrie, im Schiffsbau, Uhrenindustrie und Wasserforschung eingesetzt werden. 1968 erhielt das Oloid das renommierte Schweizer Patent Nr. 500.000.

Bei MDC cosmetic erhalten sie seine kleinen Würfel in verschiedenen Formen ...hier